Angela Wagner sie suchen-ich bin (Projektmanager, Multimediaproducer)
   
     
     
Reisetagebuch
     
     
Radurlaub Bozen, Trento, Gardasee, Verona,Venedig:.............
     
     
     
     
     
Datum / Tag Strecke / km
(inklusive Ortsbesichtigung)
Datum / Tag Strecke / km
(inklusive Ortsbesichtigung)
Datum / Tag Strecke / km
(inklusive Ortsbesichtigung)
Datum / Tag Strecke / km
(inklusive Ortsbesichtigung)
Samstag, 10.09.2011 / 1.Tag
Berlin > Bozen / Zug+ 11 km
ges 11 km
Sonntag, 11.09.2011 / 2.Tag
Bozen > Trento / 70km
ges 81 km
Montag, 12.09.2011 / 3.Tag
Trento > Nogareto / 50 Km
ges 131 km
Dienstag, 13.09.2011 / 4.Tag
Nogareto > Bardolino / 75 km
ges 206 km
Mittwoch, 14.09.2011 / 5.Tag
Bardolino > Verona / 45 km
ges 251 km
Donnerstag, 15.09.2011 / 6.Tag
Verona > Vicenza / 85 km
ges 336 km
Freitag, 16.09.2011 / 6.Tag
Vicenza > Pardua / 67 km
ges 403 km
Samstag, 17.09.2011 / 7.Tag
Pardua > Mestre / Venedig / 38 Km
ges 441 km
Sonntag, 18.09.2011 / 8.Tag
Venedig / 0 km
ges 441 km
Montag, 19.09.2011 / 9.Tag
Venedig > Choggia / 55
ges 496 km
Dienstag, 20.09.2011 / 10.Tag
Choggia > Porto Tolle / 62 km
ges 558 km
Mittwoch, 21.09.2011 / 11.Tag
Porto Tolle > Lido Digli Estensia / 69 km
ges 627 km
Donnerstag, 22.09.2011 / 12.Tag
Lido Digli Estensia > Ravenna / 39 Km
ges 666 km
Freitag, 23.09.2011 / 13.Tag
Ravenna > Rimmini / 64 km
ges 730 km
Samstag, 24.09.2011 / 14.Tag
Rimmini / 0 km
ges 730 km
Sonntag, 25.09.2011 / 15.Tag
Rimini > Berlin / 18 km
ges 748 km
     
Sonntag 10.09.11
     
mit dem Zug von Berlin nach Bozen / 13 Stunden
     
Nun ist schon wieder September und wir auf dem Weg zu unserer diesjährigen Fahradtour.
Wenn ich es richtig behalten habe, geht es von Bozen über Gardasee, Verona, Venedig nach Rimini. Von dort geht es dann weiter 'per Flugzeug nach Hause.
Sind jetzt schon seit 6.00 Uhr unterwegs. Stressiges Fahrad rangieren in Hanover und Rosenheim ("Rosenheimkops..."), mit viel bayrischen Dirndl und Lederhosen.
Wie ein Relikt aus alter Zeit.. Irgendwie adrett aber unverständlich, ..." aber andere Länder, andere Sitten....!", Das ist so, als würden Leute aus dem Spreewalt in Tracht daherkommen. Tracht gehört zum Volkstanz und nicht auf die Strasse. Schon die Ansage des Schaffners: "Willkommmen im Sichersten Teil Deutschland's!.", läßt mich erschauern..
Noch 2 Stunden bis Bozen.
Die Sonne scheint so wunderbar das ich fast ins schwärmen komme, Berge um uns herum und alles so malerisch.
Morgen ist der 11.September. 10 Jahre ist das Ganze nun schon wieder her und ich bin auch schon wieder 10 Jahre älter. Welch ein Grauen.
     
     
     
Sonntag 11.09.11
     
von Bozen nach Trento (70 km)
     
Morgen habe ich Geburtstag und werde nicht wie allen komuniziert 48 Jahre sondern 47 Jahre.
Ich weiß einfach nicht, wie man das macht, älter werden. Passiert das automatisch oder muss man anfangen sich irgendwie älter zu benehmen? Der Körper braucht natürlich keine Ansage aber der Rest will einfach nicht. So richtig ernst genommen werde ich heute genauso wenig wie noch vor 10 Jahren.
Ich gehe zu "Oxfam" und sehe die vielen älteren Frauen die scheinbar auch kein Älterwerden-Gen besitzen. Genau der richtige Ort für mich um jegliche Angst vor dem Alter zu verlieren.
Die Tour heute ist doch recht anstrengend, eben der erste Tag der Reise.
68 km sozusagen von 0 auf 100,(wenn ich seit der letzten Radtour vieleicht 5 mal auf dem Rad gesessen habe, dann ist das viel und das trainiert nicht wirklich. Meine Hände schmerzen und der Poo sowieso.
     
     
     
Montag 12.09.11
     
von Trento nach Nogareto (50km)
     
Mein Geburtstag beginnt mit einem Geschenk und einer virtuellen Geburtstagstorte auf dem "IPad" sehr nett.
Gutes Frühstück, unter anderem werden Eier angeboten. Sie sind zwar kalt, aber ich sichere gleich mal 4 Eier für die Fahrt. Zum Glück erfahre ich rechtzeitig das sie noch roh sind und erst gekocht werden müssen. Das hätte einen Matsch in meiner Tasche gegeben. Beim Zurücktragen zum Buffet fällt mir auch noch ein Ei herunter. So ein Schlamassel und wohl genug zum Thema: "Alt und Weise".
Die Fahrt am Etsch ist etwas eintönig zwischen Weinbergen und Apfelplantagen. Die roten Trauben sind so süß, dass ich eine Dusche nach deren Genuss benötige.
Kurz vor dem Ziel bleibe ich den Pedalen hängen, stürze und kratze mit den Pedalen Strumphose und Bein kaputt. Es sind 37C und die letzten 500m gehen steil bergauf. Ich radele was das Zeug hält und denke unentwegt ans Abnehemen. Das Hotel ein altes Castell ist toll. Kurz duschen und zum nächstgrößeren Ort zum Essen. Noch im Hotel erwidert Andreas auf meine Bemerkung wie hässlich ich sei,"Du bist nicht häßlich nur zu dick.!" Der Abend ist gelaufen. Wo er recht hat......!. Ich laufe rum wie Falschgeld und alles und vor allem meine Fettleibigkeit gehen mir auf die Nerven. Esse in dem Dorf, in dem sich unser Hotel befindet, einen Salat.
Toller Geburtstag.
Willkommen im 47. Lebensjahr.
     
     
     
Dienstag 13.09.11
     
von Nogareto nach Bardolino (75km)
     
Heute geht's zum Gardasee. Der Weg dahin recht einfach, dann eine irre Abfahrt zum See. Die Aussicht ist phantastisch. Unten angekommen, erst einmal einen Kaffe trinken und die erste Tasche kaufen.....! Ein Vuiton-Fake, den ich mit Fellresten besticken werde, (so der Plan). Andreas braucht eine Weile um den Kauf der gefühlten hundersten Tasche zu verdauen. Er schafft das schon!!!
Dann weiter die Panoramastrasse nach Bardolino. Urlaub könnte ich hier nicht machen. Alles spricht oder ist deutsch. Der Strand nicht vorhanden und die Kieselsteine laden nicht gerade zum verweilen ein.
Mir wird total zitterich. Ich brauche eine Pause und ein paar Kekse. Der Rest der Strecke fährt sich so dahin. Mein Tennisarm schmerzt.
Es reicht.
Wohnen im Hotel "Venetia" das soweit von Venedig entfernt ist wie Berlin.
Wir laufen durchs romantische Bardolino, essen Pizza und Salat und lecker Eis.
     
     
     
Mittwoch 14.09.11
     
Von Bardolino nach Verona (45km)
     
Der Weg führt uns heute ersteinmal 10 km Berg auf, mit extrem steilen Teilstücken, die unmöglich zu fahren sin, da heißt es schieben. Das ist "Tabata" in Extremo, mit anschliesender normalen Fahrt am Kanal.
Wenn ich heute nicht ein paar Pfund in Muskelfleisch umgewandelt oder am besten gleich verbrannt habe, dann niemals.
In Verona etwas shoppen, kaufe mir schon einmal eine sehr weite Hose in größe "s", man weiß ja nie. Verona entäuscht mich diesmal etwas. Bin aber auch total am Ende.
     
     
     
Donnerstag 15.09.11
     
von Verona nach Vicenza (85km)
     
Km 25, bis hierher kleine Irrfahrten in Sackgassen, dann am Damm über Kieselschotter. Jetzt ein Cafe in einem Dorf und unterwegs Weintrauben. Lecker. Nach Vincenca sind es noch 60 km. Das wird ein Spass.
Die Tour gestaltet sich heute sehr abenteuerlich. Erst versagt unser Plan und dann schickt uns das Navi entlang der Fehrnverkersstrasse. Lkw's und wütende Autofahrer rasen an uns vorbei. Es sind 39C. Zwischen 14 und 16.00 uhr scheint es am heissesten zu sein. Der Asphalt strahlt die Hitze wieder ab und mir genau ins Gesicht und Füße...
Mein Aussehen verändert sich langsam. Meine Nase sonnengerötet und der Rest: Hitze bepickelt. Zu Hause würde ich nicht vor die Tür gehen. Hier ist jetzt sowieso alles egal.
Das letzte Stück nehmen wir wie Sieger und müssen, da auf der Schnellstrasse, unser Hotel auf der anderen Seite an uns vorbei ziehen sehen. Ich bin definitiv am Ende. Die Strasse ist durch Leitplanken gesichert und wir müssen am Hotel vorbeifahren. Ein Lkw streift mich fast und ich kann nur noch schreien. Das hört erst nach erreichen des Hotels und ca. 15 Minuten später wieder auf.
Morgen werde ich auf keinen Fall wieder Schnellstrasse fahren!!!!
Stadtbesichtigung und Essen. Will mir eine Uhr kaufen, aber die Verkäuferin hat noch mit einer anderen unschlüssigen Kundin zu tun. Reagiert kurz und quatscht weiter auf die Frau ein. Nach 5 Minuten habe ich keine Lust mehr darauf zu warten, dass die gute Frau auch mich bedenkt und mir die Uhr zur Probe überläßt. Auch gut ich verlasse entnervt den Laden und habe eine Menge Geld gespart.
     
     
     
Freitag 16.09.11
     
Von Vicenza nach Pardua (67km)
     
Frühstück im Hotel sehr schön,viel Kuchen. Es ist 8.30 Uhr und wir werden gleich wieder losradeln. Noch ein kurzer Kaffe auf dem Markt von Vicenza.
Ich kaufe doch noch schnell die Uhr von gestern. Nun hat auch die Verkäuferin Zeit für mich, dann weiter.
Der Weg ist abwechslungsreich und stimmt heute mit Andreas Plan 90%'tig überein. Nur die Kilometerangaben sind sehr untertrieben.
Es ist wieder sehr heiss.
Endlich erreichen wir Pardova. Die Stadt ist wunderschön und wir fahren durch das Zentrum. Ich freue mich schon das wir diesmal wohl nicht im Industriegebiet gebucht haben.
Dann wieder heraus aus der Altstadt. Ok, dann eben am Rand der Altstadt. Kann man ja schön rein laufen. Mache keine Fotos, schliesslich laufe ich ja in einer Stunde wieder hier herum.
Jetzt eine Umgehungstrasse und ich frage Andreas wie weit es wohl noch ist. 6 km, und mir wird bange. Nach 2 km weigere ich mich weiterzufahren nach 4 km glaube ich die Stadt gewechselt zu haben da ein neues Zentrumschild auftaucht. Ich bleibe einfach stehen und fahre nicht weiter. Andreas verschwindet irgendwo in der Ferne. Mein Körper will einfach nicht weiter fahren. Ich bin den Tränen nahe. Alles was ich jetzt fahre, muss ich schliesslich gleich wieder zurück, um die Stadt anschauen zu können.
Andreas kommt zurück wir schreien uns völlig entnervt an. Ich will nicht auf Andreas sauer sein, aber er hat den Scheiss hier schliesslich zu verantworten. Wie kann man Hotels in einem Industriegebiet buchen wenn man mit dem Fahrad unterwegs ist?= Da hilft es nichts, das die Hotels sehr schön sind.
Im Hotel erfahren wir, dass es keinen gesicherten Platz für unsere Fahräder gibt. Ich weigere mich auch nur eine Sekunde länger hier zu bleiben. Die Frau an der Rezeption ist mittlerweile genauso genervt wie ich, doch mir ist diese Frau total egal ich finde es hier scheisse und bin den Tränen nah.
Wir können auf keinen Fall in dieser Gegend die Räder draussen stehen lasse. Am Ende gibt es doch eine Lösung. Man muss halt nur nerven.
Im Zimmer will ich mich umziehen, die Hose ist wieder etwas enger, ich breche zusammen und heule ersteinmal.
Dann aufrappeln und mit dem Taxi ins Zentrum. Mache viele Fotos und der Stress ist vergessen. Zurück haben wir Probleme ein Taxi zu bekommen. Ein netter Mann will unbedingt helfen und ordert für uns ein Taxi, ach wie nett!
Das Hotel bleibt Scheisse aber Padua ist schön.
     
     
     
Samstag 17.09.11
     
Von Padua nach Mestre / Venedig (37km)
     
Fahren heute den ganzen Tag am Kanal entlang, immer mit Blick auf die Schnellstrasse.
Ein schöner Tag.
Wir machen Rast in einem Bistro, direkt an der Schnellstrasse hat es schon lange keine Kundschaft mehr. Alles scheint irgendwie schön länger im Regal zu liegen....., draussen machen die vorbeifahrenden LKW's einen ohrenbetäubenden Krach. Nun will ich den netten Mann hinter dem Tresen nicht enttäuschen und wir ordern Kaffe und minderwertiges Essen. Selbst die Schokolade schmeckt nicht. Egal ..
Sind schon gegen 14.00 in Mestre. Umziehen und per Bus nach Venedig. Sehr umständlich. Morgen nehmen wir den hoteleigenen Shuttlebus..In Venedig ist gerade viel junges wütendes Volk mit viel Fahnen und Spruchbändern unterwegs. Ich weiss nicht worum es geht. Über uns kreisen Hubschrauber. Die Hauptbrücke ist auch abgesperrt, nur der Bahnhofsvorplatz bleibt den Demonstranten.
Schlüpfen durch die Absperrung und sind nun in meinem ach so geliebten Venedig. Alles hier ist schön und immer wieder überwältigend. Bis zum Abend herumlaufen und Kaffe trinken, was soll man schon so machen. .Zurück lassen wir uns vom Shuttlebus abholen.
     
     
     
Sonntag 18.09.11
     
Venedig
     
Nun ist schon wieder Sonntag und wir radeln heute nicht. Venedig ist angesagt und mal 1 Stunde länger schlafen.
Legen uns nach dem nicht so umwerfenden Frühstück noch mal ein Stündchen hin und lassen uns vom Shuttleservice nach Venedig fahren. Der Rest ist bekannt. Laufen laufen laufen. Andreas zählt die Zeit rückwärts die er heute laufen muss. 10 Stunden sind die gesamte Zeit. Er läuft halt nicht gerne. Ich habe damit keine Probleme und freue mich über jeden Spaziergang.
Unterwegs rebelliert nun doch meine Hüfte, aber mit ein paar gut dosierten Schmerzmitteln und einer Pause, bei aufkommenden Sturm, bin ich wieder fit.
Bootfahrt mit dem Linienboot, auf dem Kanale Grande als nächste Pause, ist einfach nur toll.
Kaffe und Cola für 17 lässt unsere Stimmung für Sekunden abdunkeln, geht dann aber doch wieder. Schliesslich ist das hier Venedig und nicht irgendwo!!
Venedig ist so ungeheuer schön das ich weinen möchte. Ich liebe diese Stadt. Gegen Abend sitzen wir noch bei einem Glas Wein auf dem Markusplatz. Die Reisegruppen werden weniger und die Musikkapelle spielt komische Musik über die sich alle, ausser uns, freuen.
In meinem Outfit komme ich mir zuweilen vor wie einen zusätzliche Attraktion. Was mich solange die Reaktionen positiv und leise sind, nicht besonders stört. Aggressives:" das gibt's doch nicht, finde ich dagegen unpassend. " I am what i am..." Oft werden wir gefragt woher wir kommen. So kann man auch den Ruf einer Nation zerstören..."
Am Abend wilde Suchaktion nach einer bestimmten Tasche die ich mir gestern ausgesucht habe und nun nicht wieder finde. Kaufe zum Schluss eine Andere, Ähnliche und bin nicht wirklich zufrieden mit der Wahl, aber zu Hause sind die Alternativen, (die nicht mehr exestieren), vergessen und genau diese Tasche ist dann wieder die Schönste von allen.
Es fängt an zu regnen.
Haben die Wahl zwischen Cola für 5 im Restaurante oder für 2 auf der Brücke und entscheiden uns für die Brücke. Noch ein sehnlicher Blick zurück und ab zum Shuttle.
Das Hotel hat uns und noch 2 Amerikaner vergessen. Erst nach einem Anruf schicken sie ein Taxi. Ich/wir sind müde.
     
     
     
Montag 19.09.11
     
von Venedig nach Choggia (55km)
     
Kämpfen gerade gegen 2 Busladungen Touristen am Frühstücksbuffet. Ein ohrenbetäubender Lärm umhüllt alles und unsere Nerven. Nach 20 min ist alles vorbei. Das Buffet leergeräumt, die Tische voller Verpackung und Ess Müll und wieder wohltuende Stille.
Draussen regnet es und wir werden wohl im Regen nach Choggia fahren müssen. Unsere Sachen sind auf Regen optimiert und so wird es zwar nass aber nicht feucht. Wir radeln auf jeden Fall.
Welch ein Glück das wir schon gestern hier waren und ausser die letzten paar Tropfen, Venedig in seiner ganzen Pracht unter strahlend blauen Himmel erleben durften.
Heute ist nicht der Weg das Ziel sondern das Ziel der Weg. Fahren 40 km auf einer viel befahrenen Landstrasse mit leichtem Rückenwind nach Choggia. Die erste Pause machen wir nach 40 km, das hatten wir auch noch nicht, aber ich will einfach nur ankommen.
Die Lkw's rauschen an uns vorbei und die Ratten huschen vor uns vom Seitenstreifen.
Das ist doch mal Urlaub.
Irgendwann ist alles vorbei und so auch dieser Weg.
Sind schon um 13.00 Uhr, nach 55 km, in Choggia, das ist persöhnlicher Rekord!!!!
Den Ort kennen wir schon, wie uns auf dem Spaziergang in den Ort, (wir wohnen mal wieder etwas weiter weg), von 5 km bewusst wird. Im letzten Jahr sind wir hier auf dem Weg von Venedig nach Mesola, durchgekommen. Der Weg war definitiv netter. Allerdings mussten wir damals die Räder durch und über Venedig und dessen Brücken tragen. Das wollte Andreas uns diesmal ersparen.
Essen ununterbrochen Eis und gegen 18.40 Uhr wollen wir richtig essen. Ein Ristorante am Hafen sieht nett aus und wir lassen uns einen Tisch zuweisen mit dem Hinweis das es erst gegen 19.00 Essen gibt. O.k. dann eben bis dahin Kaffee. Daraufhin kommt der Koch wütend zu uns und erklärt uns das dies ein Restaurant und kein Cafe' ist. Wir gehen. Die haben sie hier doch nicht alle......
Ein anderes Restaurant hat bestimmt auch Pizza.....
Nach dem Essen geht der Regen und Gewitter erst so richtig los. Wir ordern ein Taxi ins Hotel an der Strandpromenade die am Nachmittag leergeräumt wurde.
Die Saison ist vorbei und ich will jetzt nur noch schlafen.
     
     
     
Dienstag 20.09.11
     
Ghoggia nach Porto Tollo (62km)
     
Dienstag Heute ist wieder der Weg das Ziel und wir fahren über die kleinen Strassen an kleinen Flüssen und Dörfern entlang. Meine Blasenentzündung wird stärker, brauche dringend Medikamente, weiss aber nicht wie das auf italienisch heisst. Seit Tagen will ich schon etwas besorgen. Mein Steissbein schmerzt, und das wird immer schlimmer, das weiss ich aus Erfahrung. Am Ende der Reise ist es dann so schlimm, das einfaches Sitzen schmerzt. Ja Ja normal ist das nicht, das das auch noch Spass macht. Wir wohnen heute in der Hotel Pizzeria Klaus in Porto Tolle. Alles neu und hübsch . Ich besorge endlich etwas gegen meine Blasenentzündung und allein den Weg zur Apotheke schaffe ich kaum. Es geht mir nicht gut. Ich bleibe im Zimmer und sehe Lindenstrasse etc. über die Mediathek von ARD und ruhe mich aus.
     
     
     
Mittwoch 21.09.11
     
von Porto Tolle nach Lido Digli Estensia (69km)
     
Auch heute ein schöner Weg an irgendwelchen Flüssen entlang. Zwischendurch ein kleiner Streit."..Dann fahr doch alleine.." Was ich kurz entschlossen auch tue Ich fahre schon mal los, extra langsam damit mich Andreas einholen kann. Jetzt bin ich schon 15 km unterwegs und noch kein Andreas in Sicht. Ich kann das auch alleine, bis ich mich verfahre. Mache jetzt doch besser das Telefon an und warte auf eine reumütige Nachricht. Andreas völlig aufgelöst erfragt meinen Standort und holt mich ab. Er war lange noch im Ort und hat mich dort gesucht und ist scheinbar als ich vom Wege abkam an mir vorbeigeschossen. Nun ist alles wieder gut und wir fahren die letzten 30 km in Eintracht.
Das Hotel Julia in Lido Degli Estensi auf halben Weg nach Ravenna unserem nächsten, vorletzten Ziel, ist wunderschön voller kleiner Design Überraschungen. Der Ort rüstet zur Winterpause, die Saison ist vorbei, die Sonnenliegen werden abgeduscht und eingelager. Restaurants und Hotels sowie die vielen Appartment-Häuser sind verriegelt und geschlossen. Komische Atmosphäre. Gelangweilte Shop verkäuferinnen die über meine Turnschuhe die Nase rümpfen. Nach einer halben Stunde shoppen in den Boutiqen habe ich schlechte Laune. Der Mensch besteht doch nicht nur aus Brille und Schuhen.
Ich esse Spagetti und ärgere mich über meine Unvernunft. Besser geht es mir wenn ich abends gar nichts esse. Das extrem üppige Frühstück ist ausreichend für den ganzen Tag. Dann noch ein Eis und es reicht. Habe gestern Mascarpone Eis probiert und kann jetzt nur noch diese Sorte essen. Ein Traum!!!!!
     
     
     
Donnerstag 22.09.11
     
Von Lido Digli Estensianach Ravenna (39km)
     
Heute ist es nur ein kurzer Weg nach Ravenna. Das weiß mein Körper und ist schon vorher schlapp. Machen auf den 39 km eine kleine Pause und sind schon gegen 13.00 in Ravenna. Ausruhen und weiter in die Stadt. Heute ist irgendeinem Grund die Geschäfte zu, warum verstehe ich nicht. Ein kuzer Abstecher zu den wunderschönen Mosaiken in der Basilika, der Kultur wegen und weiter schlendern durch die Stadt. Soviel ist hier leider dann auch nicht zu sehen und wir sind um 18.00 Uhr schon wieder im Zimmer. Ein kleines Zimmerchen am Bahnhof mit einer großen hellen Strassenlaterne im Fenster. Zum Glück haben wir einen Rolladen. Noch einen Film in der Mediathek uber das Internet und schlafen. Ich bin nur noch kaputt. Zum Glück ist morgen der letzte Tag der Tour und ich finde es reicht auch.
     
     
     
Freitag 23.09.11
     
Von Ravenna nach Rimmini (64 km)
     
Fahren den ganzen Weg am Strand entlang. Überall werden die Sonnenliegen und Schirme abtransportiert und die Läden geschlossen. Na das kann ja was werden. Die Sonne scheint und mir ist das Saisonende nicht ganz logisch. In Deutschland wäre das Hochsommer.
Der Weg zieht sich hin.
Nun sind wir seit Mittag in Rimini.Die Stadt ist rammelvoll. Vor allem scheinen Russen diesen Ort zu mögen. Da werde ich auch ständig auf russisch angesprochen.... Hier lebt die Riviera noch und ich bin begeistert.
Schön hier, das Hotel ist klein und super, direkt an der Promenade.
Ersteinmal Stadtbesichtigung. Die Altstadt ist nicht weit entfernt und wir laufen kurz entschlossen hin. Auf dem Weg ein Mopedgeschäft. Ich vergucke mich in einen wunderschönen Moschino Mopedhelm in Pink. Kann mich aber noch nicht wirklich entscheiden. Vertage es auf morgen. In der Alstadt haben wir nicht so recht Lust zum shoppen und verlegen uns auf's Eis essen. Einfach genial. Ich kann nicht genug bekommen. Es wird Zeit, das wir bald wieder zu Hause sind. Kann den Versuchungen nicht widerstehen.
Es ist Abend und wir total müde. Ergattern einen Platz in einem "Restaurante" zum Pizza essen. Noch etwas bummeln und Ramsch am Strassenrand.
     
     
     
Samstag 24.09.11
     
Rimmini
     
Lange geschlafen, tolles Frühstück, am Strand hat Andreas nach einer Stunde schon keine Lust mehr.Dabei hat er sich gestern extra eine Badehose gekauft. Kaufen den Helm und laufen den Rest des Tages rum und umher.
Morgen geht es nach Hause. Radfahren reicht mir und meinem Poo. Andreas jammert auch, also der pefekte Zeitpunkt die Tour zu bebenden.
     
     
 
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Sonntag 25.09.11
     
Rimmini / Berlin
     
Früh los zum Flughafen. Ist weiter als gedacht und noch ein letztes Mal Schnellstrasse.
Am Schalter Ärger wegen den Fahrädern. Die Stewardes will nicht glauben, dass man die Fahrräder unverpackt transportieren kann. Wir bleiben standhaft und die Frau ist sichtlich den Tränen nah. Zum Schluss geht es dann doch und ich kaufe mit den Massen an Russinnien in Konkurenz in den Flughafen Shop's (optimiert für Russininen und demnach auch für mich) ein. Mein Geld ist definitiv zu Ende.
In Berlin ist Andreas Fahrad kaputt, es geht aber noch bis nach Hause. Dort angekommen hat unser Nachbar alle Türschlösser abgeschlossen. Leider haben wir nur für ein Schloss einen Schlüssel. Der Nachbar ist natürlich nicht zu Hause. Das habe mal wieder ich verbockt. Andreas ist entnervt und ich besorge Werkzeug zur Türöffnung. Altbautüren sind nicht so stabil und bald sind wir endlich in der Wohnung und in der Badewanne. Ich brauche Schlaf!!!!
     
     
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